Donnerstag, 29. Januar 2009

Wie kann man von dem, was man gerne tut, leben?!

Sie möchten also aus Ihrem Hobby einen Beruf machen? ... was „Kreatives“? Sie wissen genau, was Ihnen gefällt, was Sie gerne tun, und dass es endlich an der Zeit ist Ihre Träume zu realisieren? Dann fangen Sie an!
Hier die 7. Gebote für einen erfolgreichen Kreativstart:

1. Yes, YOU can!
So simpel es klingt, so wichtig ist es: Als Erstes muss man fest daran glauben, dass man es schaffen kann und dass es da draußen Menschen gibt, die Ihre Dienstleistung, Ihre Kunst und Ihre Inspiration brauchen. Vertrauen Sie auf sich! Werden Sie Ihr größter Fan! Machen Sie Ihre Idee zur Priorität! Sie lieben, was Sie tun, haben aber Wissenslücken oder beherrschen Ihr Handwerk noch nicht souverän? Macht nichts! Sie können diese Lücken durch Übung und Lernen schließen. Tun Sie es unbedingt, lernen Sie, lesen Sie, üben Sie - aber vergessen Sie nicht, das Wichtigste bleibt Ihre Leidenschaft.

2. Spionage
Schauen Sie sich mal um, wer in dem Bereich, in dem Sie arbeiten möchten bereits Erfolg hat. Suchen Sie sich Vorbilder und studieren Sie sie. Lernen Sie von ihnen. Wie haben sie angefangen, wie kamen sie an erste Aufträge. Wie gestalten Sie ihren Arbeitsalltag. Was lässt sich auf Ihre Lage übertragen? Scheuen Sie sich nicht von den Besten zu lernen! Bleiben Fragen offen, so sprechen Sie die Profis an. Oft sind sie froh (...und geschmeichelt) und geben Ihnen gerne Tipps für Ihren weiteren Weg.

3. Method Acting
Stellen Sie sich vor, Sie tun Ihre Arbeit schon seit Jahren und sind bereits erfolgreich darin. Fühlen Sie die Gelassenheit und das Selbstbewusstsein aufsteigen? Können Sie sich vorstellen, wie es ihre Arbeit beeinflusst? Sie sind entspannt, fühlen keinen Druck und können Ihre Kreativität einfach fließen lassen. Gerade dann, wenn sie meinen, dass es nicht mehr weiter geht, werden Sie diese Visualisierung gut gebrauchen können. Tun sie so, als ob.

4. Dicke Haut
Machen Sie sich darauf gefasst, dass es in dem Moment, in dem Sie aus Ihrem Hobby einen Beruf machen wollen, von allen Seiten gut gemeinte Ratschläge geben wird. Viele werden sagen, dass es in der heutigen Wirtschaftslage schwierig sein wird, Aufträge zu bekommen. Andere werden Ihnen Geschichten von gescheiterten Existenzen erzählen und wieder andere werden Ihnen zwar Mut machen, aber hinten rum den Vogel zeigen. Hören Sie ruhig zu und lächeln Sie in dem Wissen, dass es die Ängste der anderen Menschen sind. Die meisten haben Angst vor Veränderungen und möchten auch nicht, dass sich die Freunde zu sehr verändern.

5. No Risk, no Fun
Sie haben immer noch Angst? Druck im Magen? Es geht nicht weg? Die bittere Wahrheit ist, die Angst geht nicht weg, fühlen Sie sie, achten Sie darauf woher Sie kommt und handeln entsprechend Ihren Überzeugungen. Auch wenn Sie bereits erfolgreich sind, werden sie Angst haben, vielleicht sogar noch mehr als jetzt, denn schließlich werden die Erwartungen an Sie größer und auch die Verantwortung wächst. Haben Sie Mut und stürzen Sie sich ins Abenteuer! Lassen Sie die Angst zu, nur lassen Sie sich nicht von Ihr lähmen.


6. Immer wieder Aufstehen
Es ist nicht schlimm Fehler zu machen, kein Drama mal hinzufallen. Sehen Sie es als kleine Lehrstunden auf dem Weg nach oben an. Stehen Sie auf, wischen Sie die Krümel weg und gehen mit neuer Weisheit weiter voran. Es wir immer mal Zeiten geben in denen die Aufträge nicht so reinsprudeln, in denen keiner Ihre Kunst versteht oder ein Projekt fallen gelassen werden muss. Nur nicht liegen bleiben!

7. ... und ACTION!!!
Sie möchten erst starten, wenn die Kinder aus dem Haus sind? ..., wenn Sie genug Geld angespart haben? ..., wenn Sie Ihre Kunst perfekt können? ..., wenn Sie das richtige Atelier gefunden haben? ..., wenn Sie den einarmigen Handstand beherrschen oder der Mond im Pluto steht? Es wird nie den perfekten Zeitpunkt geben oder anders gesagt, jeder Zeitpunkt ist genauso perfekt wie der Moment jetzt, also starten Sie jetzt, fangen Sie heute noch an, machen Sie den ersten Schritt, so klein er auch sein mag – wer weiß, was morgen kommt. Die meisten Kreativen haben klein, sehr klein angefangen – ohne Atelier, ohne den perfekten PC, ohne die Marderpinsel. Leben Sie jeden Tag Ihre kreative Leidenschaft und der Rest wird folgen!

Mittwoch, 28. Januar 2009

Speedy-Pesto : Schnell gemacht, schnell gegessen!

Speedy-Pesto kann man auch unter Kürbiskern-Estragon-Pesto archivieren, aber da ist der Name länger als die Zubereitung. Denn die ist schnell und einfach. Die Mörserarbeit überläßt man hier dem Blitzhacker.

Man muss eine üppige Handvoll Kürbiskerne (etwa 150 Gramm), geschälte natürlich, anrösten. Wenn die Kerne anfangen in der Pfanne zu springen oder zu knacken sind sie fertig, dann schnell raus aus der Pfanne, sonst verbrennen sie. In den Blitzhacker ein Bund Estragon, grob gerupft, eine Knoblauchzehe, 100 Gramm Parmesan, 3 Eßlöffel Olivenöl und die Kürbiskerne füllen. Mixen. Etwas Salz und Pfeffer hin zu fügen, einmal umrühren und wieder mixen - solange bis ein möglichst einheitliches grünes Pesto entstanden ist. Sollte der Blitzhacker blockieren, so liegt es meist daran, dass die Mischung zu trocken ist, dann etwas mehr Olivenöl nachfüllen und wieder versuchen. Fertig! Dieses Pesto schmeckt fantastisch zu allen möglichen Nudelvariationen, aber auch sehr gut als Brotaufstrich oder als Farbklecks auf Tomatenscheiben ... oder auch pur!

Dienstag, 27. Januar 2009

Unbequeme Weisheiten, oder hätte ich doch lieber "The Secret" gelesen

Letzte Woche suchte ich ein Buch für die Badewanne. Für diese Art von Lektüre gibt es ein paar wichtige Kriterien. Es sollte möglichst gut in der Hand liegen, also nichts großformatiges oder zu dickes, es sollte nicht zu hochwertig sein und der Schreibstil sollte möglichst locker und leicht sein, schließlich befinde ich mich beim Lesen in der Wanne kurz vorm Siedepunkt, da läßt die Konzentration schon mal nach. So stand ich nun da mit "The Secret", dem "Wünsch´Dir was" - Bestseller, und Shane Claibornes Buch über ..., ja über was eigentlich, Christentum?, Sein Leben?, Kirche?, Mutter Theresa?, Nächstenliebe?. Neugierig geworden, entschied ich mich für Shanes Buch. Warum nur hat dieses Buch so viele gute Rezensionen und warum habe ich noch nie was davon gehört?

Eine Woche später und ich stehe immer noch unter Eindruck von Shane Claiborns Buch "Ich muss verrückt sein, so zu leben. Kompromisslose Experimente in Sachen Nächstenliebe". Shane lebte einige Monate bei Mutter Theresa, um von ihr zu Lernen, was es bedeutet als Christ zu leben. "Man hat mir beigebracht, was ein Christ glaubt. Aber niemand hat mir gezeigt, wie man als Christ lebt." Er wollte keine Theorien, sondern die ursprüngliche christliche Praxis erfahren. Daher nennt Shane Claiborne sich selbst auch gern einen "Radikalen" - das Wort radikal kommt von radix, die Wurzel. Die Wurzel der christlichen Lehre - das ist der Schatz, den er suchte und auch fand.

Das Buch kann man in einem Zug durch lesen, aber auf keinen Fall läßt sich der Inhalt schnell vergessen. Das ist ziemlich unangenehm, denn die Konsequenz des Gelesenens bedeutet einzig und allein Veränderung. Da denkt man doch die ganze Zeit ein guter Mensch zu sein, und auf einmal sieht man, dass man hinter einem löchrigen Schleier der Nächstenliebe eigentlich nur bequem ist. Es ist nun mal leichter etwas Geld zu spenden, als sich zu engagieren. Leichter die Verantwortung auf andere zu schieben, statt selbst anzupacken.

Was kann ich nun tun? "Es geht nicht darum, wie viel man tut, sondern mit wie viel Liebe man es tut." sagte Mutter Theresa.

Sonntag, 25. Januar 2009

Marmorkuchen "No Regrets" – Keine Reue


Marmorkuchen war nicht unbedingt in meiner TopTen der Lieblingskuchen, eher meine letzte Wahl. Meist ist er mir zu trocken und hat einen Backpulvernachgeschmack, der einen zwingt sofort mit Tee nach zu spülen. Da lasse ich ihn lieber stehen.
Dabei ist der arme Marmorkuchen nur das Opfer von Rezeptveränderungen, deren Sinn es war Kalorien zu sparen - leider auf Kosten des Geschmacks und der Konsistenz. Die ältesten Rezepte, die ich fand, sind von 1875 und verlangen nach bis zu 17 Eiern - natürlich auch nach echter Butter, echter Sahne und feiner Schokolade.
Ich muss zugeben, dass ich zunächst recht unwillig war mit Marmorkuchen zu experimentieren, denn ich empfand ihn als einen langweiligen Kuchen, aus dem man nicht viel machen könnte, außer mit Grand Marnier übergießen und ihn so für den Gaumen gefügig zu machen. Wie habe ich mich nur geirrt! Das Rezept mit den 17 Eiern ist gar nicht so schlecht, doch es macht aus dem Kuchen eine Hauptmahlzeit. Doch Schokolade statt Kakao zu nehmen ist essentiell, die Farbe der dunklen Teigschicht ist satter und der Geschmack - unvergleichlich!

Hier nun mein erprobtes Rezept, dass zwar ein paar Eier weniger hat als das Original, aber bisher alle Marmorkuchenzweifler überzeugen konnte – zu aller erst mich! Der Kuchen ist locker, samtig, schokoladig und ohne künstlichen Nachgeschmack!


Als erstes den Backofen auf 160° vorheizen; Backrost im unteren Drittel platzieren. Eine große Marmorkuchenform mit Butter fetten und mit Biskuitbröseln bestreuen. Ich nehme eine mittlere Form und ein kleine. Da habe ich gleich ein kleines Geschenk, falls ich eins brauche.

Zunächst bereitet man den hellen Grundteig vor. Dafür braucht man:

350 g Mehl
350 g Zucker
2 TL Backpulver
Prise Salz
350 g Butter – leicht erwärmt: nicht flüssig aber weich!
1 Vanilleschote
4 EL Whiskey, Rum oder Obstbrand
7 große Eier

In einer großen Schüssel das Mehl, den Zucker, das Backpulver und Salz mit einer Gabel sorgfältig vermischen. Nun die weiche Butter einrühren und den Whiskey. Die Vanilleschote auskratzen und die Vanillekörnchen in den Teig mischen. Nun den Mixer nehmen und ein Ei nach dem anderen in den Teig rühren, bis eine lockere, leicht schaumige, helle Creme entstanden ist. Der Grundteig ist damit fertig.

Für den dunklen Teig nehme ich:
175 g halbbittere, geschmolzene Schokolade, die, die man auch sonst gerne essen würde!
2 EL Sahne
½ TL Backpulver
3 EL Whiskey, Rum oder Obstbrand

In einer anderen Schüssel verrührt man nun das Backpulver mit der Sahne und dem Whiskey. Die geschmolzene, leicht abgekühlte Schokolade damit vermischen. 500 Gramm des Grundteigs dazurühren und alles gründlich miteinander vereinigen.

Das Marmorieren: In die vorbereitete Form füllt man nun die Hälfte des hellen Teigs, dann den braunen Teig obenauf und als letzte Schicht wieder den hellen Teig. Den Teig einfach in die Form reinplumpsen lassen, also nichts glatt streichen oder drücken! Für die Marmorierung nimmt man ein breites, stumpfes Messer und taucht am Rand der Form bis zum Boden ein und hebt mit Wellenbewegungen das Messer von unten nach oben; bitte nur einmal an jeder Stelle, sonst zerstört man den Marmoreffekt. Also lieber weniger als zu viel.
Den Kuchen nun so wie er ist, also mit unregelmäßiger Oberfläche, für eine Stunde in den Ofen schieben.
Garprobe mit einem Holzspießchen machen - rausholen, abkühlen lassen und etwa nach 15 Minuten stürzen. Später noch mit Puderzucker bestäuben. Ein klassischer Marmorkuchen, der so gut schmeckt, dass man keinen Gedanken an Kalorien mehr vergeudet und nichts bereut!


Samstag, 24. Januar 2009

Erinnerungen


In den letzten Tagen räumte ich in meinen alten Briefen und Fotos auf. Da sah ich wieder Menschen vor mir, von denen ich lange nicht mehr gehört habe, ich las über vergangene Liebschaften und hoffnungsfrohe Zeilen über die Zukunft, die nun längst Vergangenheit sind.
So praktisch E-Mails auch sind, ein Brief bleibt bestehen und ist wie ein Zaubertor der Erinnerung. Man erinnert sich an den Augenblick als man den Umschlag öffnete, an den Ort, wo man ihn las, sogar wie die Sonne zum ersten Mal das Papier streichelte und vor allem wie wichtig diese Zeilen damals doch waren. Und dann ist man wieder in der Woge des vergangenen Gefühls, das Herz pocht und die Welt bleibt stehen...

Wie sah wohl die Briefsammlung von Jean Paul aus...?

Dienstag, 20. Januar 2009

Tah dah: malena*design bei Dawanda

Heute habe ich endlich meine ersten Schmuckstücke bei Dawanda reingestellt, in meinen malena*design Dawanda Shop. Es ging viel schneller als gedacht - und sogar viel einfacher als bei Ebay. Außerdem sind die Leute bei Dawanda auch viel netter :-) . Hier rechts im Blog ist auch noch ein Link zu meinem Shop, mit aktuellen Angeboten. Sehr praktisch!

Hier das "Be my Valentine"- Set.Das meiste, was ich jetztbei Dawanda reinstellen werde hat mit Valentinstag zu tun. Herzen, Romantik, Liebe - warum nur sollte man den Valentinstag nicht mögen?!

Die Photos habe ich übrigens in meiner improvisierten Lichtbox gemacht, ein Karton, der innen mit weißem Vliestuch, wie man es für Picknicktische nimmt, ausgekleidet. Man legt das Fotomotiv hinein - und klick. Wenn man da reinblitzt, gibt es keine störenden Hintergründe oder Schatten. Noch besser würde meine Lichtbox funktionieren, wenn die Seitenwände halbtransparent wären, und auch von außen bestrahlt werden könnten. Das würde in der Box ein besseres, noch weißeres Licht ergeben. Ein weiteres Projekt auf meiner endlosen To Do-List.

Apropos To Do-Liste: Muss noch etwas arbeiten bevor ich mir nachher die Inauguration von Obama anschaue - wäre jetzt gern in Washington D.C. !

Brötchen, die glücklich machen

Diese Brötchen machen glücklich, ich nenne Sie "Happy Biscuits", mein Mann nennt sie "Die könnte-man-glatt-verkaufen-Brötchen", ...wenn er sie vorher nicht alle selbst essen würde.
Mich machen Sie rund um happy, denn sie sind sehr schnell gemacht und trotz Backzeit kann man sie etwa eine Stunde vor dem Essen zubereiten. Meinen Mann machen sie happy, weil sie lecker schmecken.
Da ich selbst kein Fleisch esse, aber mein Mann ohne Fleisch nicht leben kann - davon ist er überzeugt - habe ich immer Notfallportionen von Chili con Carne oder Gulasch tiefgefroren. Als perfekte Beilage gibt es dazu immer meine Happy Biscuits.
In etwa zehn Minuten ist der Teig zubereitet, inkl. Aufräumen, und während das Chili sanft auf dem Herd erhitzt wird, backen die Brötchen im Ofen. Aber man muss schon gerne im Teig herummatschen, denn das meiste ist Handarbeit - doch es lohnt sich! Das Rezept ergibt etwa neun Brötchen (Durchmesser 8 cm)

200 g Mehl
2 Tl Backpulver
½ Tl Natron
½ Tl Salz
2 Eßlöffel sehr kalte Butter (wirklich wichtig - sonst zerfließen die Brötchen statt zu wachsen)
250 g Hartkäse – je würziger desto besser z.B. Gruyere, alter Gouda, Cheddar
3 eingelegte Pepperoni Schoten, entkernt und fein gehackt oder 1 Tl Chiliflocken
200 g Sauerrahm

Ofen auf 210° vorheizen. Backblech mit Backpapier auslegen.
In einer großen Schüssel das Mehl, das Backpulver, Natron und die Butter mit den Fingerspitzen zerreiben. Wenn die Mischung wie Grieß aussieht kann man aufhören. Auf jeden Fall sollten alle größeren Butterklümpchen ins Mehl eingearbeitet sein. Nun den kleingehackten Käse, er muss nicht gerieben sein, und die Pepperoni locker einrühren. Jetzt kommt der Sauerrahm rein und wird mit einem Esslöffel hinein gemischt. Jetzt kommt der matschige Teil: Mit den Händen den Teig so lange verkneten bis eine einheitliche Mischung entsteht – aber keinen Moment länger. Dann den Teig auf einer bemehlten Fläche flach drücken. Er sollte nicht höher als 1,5 cm sein. Nun ein Glas mit kleiner Öffnung nehmen und Kreise ausstechen. Je kleiner das Durchmesser des Glases desto höher wächst nachher das Brötchen - wird aber auch etwas trockener. Auf das vorbereitete Blech legen und ab in den Ofen. Nach ca. 15 - 20 Minuten (je nach Größe) sollten die Brötchen fertig sein. Sie sind goldbraun. Rausnehmen, 10 Minuten stehen lassen und lauwarm servieren. Sie schmecken auch kalt gut, auch wenn sie dann nicht mehr ganz so locker sind - im Toaster kann man sie auch wiederbeleben.

Wer mag, kann auch frische Kräuter unter den Teig mischen, oder Schinkenwürfel, oder Kümmel oder eingelegte trockene Tomaten, oder...

Samstag, 17. Januar 2009

Stephanie Nielson bloggt wieder!

„Was für ein langweiliger Titel“, werden manche denken: „Stephanie Nielson - kenne ich nicht, und dass sie wieder bloggt - wie schön, wie Millionen anderer ja auch.“ Aber in dieser Schlagzeile steckt eines der großen Wunder, das zeigt, dass das Internet Menschen näher rücken lässt und Gebete nicht vergebens sind.

Am 16. August 2008 fliegen Stephanie und ihr Mann Christian mit dem Freund und Fluglehrer Doug Kinneard von einem Wochenendtrip in New Mexico zurück nach Hause, Mesa, Arizona. Ausnahmsweise hat das junge Paar diesmal ihre vier Kinder nicht mitgenommen. Es ist ein Routineflug, doch nach einem Zwischenstopp zum Auftanken, streikt in der Abflugphase der Motor. Um 15:45 Uhr stürzt die Cessna 177 ab und geht in Flammen auf. Doug Kinneard ist an Ort und Stelle tot, Stephanie und Christian können zwar lebend aber mit schwersten Verletzungen geborgen werden. Stephanies Brandverletzungen betrugen 83 % ihres Körpers, Christians 35 %. Ihre Situation war sehr kritisch, bei derart großen Verbrennungen sind die Überlebenschancen gering.

Diese Nachricht veränderte nicht nur das Leben der Familie Nielson, sondern sorgte für Trauer auf allen Kontinenten. Stephanie Nielson führte seit drei Jahren ein beliebtes Blog über ihr Leben, der täglich 2000 Leser aus der ganzen Welt erreichte, die NieNie Dialogues. Ursprünglich wollte Stephanie damit vor allem ihre große Familie - sie hat acht Geschwister, über ihr Leben auf dem Laufenden halten.
Im Blog schrieb Stephanie über ihren Alltag mit vier Kindern unter sechs Jahren, über ihre Ehe, die Familie, übers Kochen und Dekorieren, immer illustriert mit charmanten Schnappschüssen – für ihre treuen Leser war sie die inspirierende Supermami einer Bilderbuchfamilie. Mit ihrer fröhlichen Art setzte sie sich von den anderen Blogs ab. Sie sah ihr Leben als Mutter als Erfüllung an, nicht als Last. „Viele verstehen es nicht, aber auch Stephanies Leben war nicht perfekt“, erzählt ihre Schwester Courtney Jane Kendrick, „aber sie hat sich entschieden in allem die Schönheit und das Gute zu sehen.“
The Nielson Family - Copyright bluelily.squarespace.com  Wendy Whitacre
Nach dem Unfall strömte eine Flut an Mitgefühl und Anfragen in das Mail-Fach von Stephanies Blog. Darauf hin übernahm Courtney die NieNie Dialogues. Sie informierte über den Gesundheitszustand der Nielsons und über das Leben der Kinder, von denen drei seit dem Unfall bei ihr wohnen und das Jüngste bei Lucy, einer weiteren Schwester von Stephanie. Sie bat um Gebete für bevorstehende Operationen und für das Wohl der Kinder. Bis zu 20.000 Leser erreichte nun der Blog. Alle nahmen Anteil an Stephanies Schicksal, alle wollten helfen. Es gab für sie keinen Unterschied mehr zwischen echten Freunden und einer bisher virtuellen Online-Freundschaft. Stephanies Freunde wollten ihr endlich all die Liebe, mit der sie sie in ihrem Blog an ihrem Leben teilhaben ließ, zurückgeben.

Und Hilfe wurde benötigt. In nur drei Wochen erreichten die Krankenhausrechnungen bereits 2 Millionen Dollar - kein Ende in Sicht. Die Versicherung der Familie zahlte nur die erste Million. Eine kleine Online-Auktion, die zu Gunsten der Nielsons abgehalten wurde, veranstaltet von einem NieNie Dialogues–Fan, fand über 300 Nachahmer. Die Familie glaubte am Anfang, dass vielleicht insgesamt 1000 Dollar mit Auktionen zusammen kommen könnten, doch bis heute sind es bereits über 250.000 Dollar. Zusätzlich zu den Geldzuwendungen wurden viele Sachspenden geleistet, vor allem für die Kinder. „Wir wussten, dass Stephanies Blog von vielen gelesen wird, und dass er vielen sehr gut gefällt“, sagt Christopher Clark, Stephanies Bruder, „ aber diese Menge an Menschen, die auf uns zukamen, mit Unterstützung, Liebe und Hilfe - das überwältigt uns jeden Tag aufs Neue. Es ist unglaublich eine solche Reaktion von Menschen zu bekommen, die wir noch nicht mal persönlich kannten!“ Immer wieder bat die Familie um Gebete und ist heute überzeugt, dass auch dank der göttlichen Hilfe die gesamte Familie und die Kinder diese Tragödie überstehen konnten.

Seit gestern, den 16. Januar 2009, fünf Monate nach dem Unfall, schreibt Stephanie Nielson wieder ihren Blog. Seit einem Monat ist sie wieder zu Hause und jedes Mal, wenn sie an all die Unterstützung, die ihre Familie in dieser schweren zeit erfahren hat, denkt, kommen ihr die Tränen. „Wie kann ich es euch allen nur danken?“, schreibt sie in ihrem ersten Beitrag. „Es ist wahr. Ich lebe. Ich sehe anders aus. I gehe langsam und tippe langsamer. Aber es ist gut, zurück zu sein. Am Ende des Tages nimmt mich Mr.Nielson an die Hand und führt mich zu Bett. Wie ich sagte, gar nicht anders als früher.“


Copyright des Nielson Family Fotos:
http://bluelily.squarespace.com Wendy Whitacre

Freitag, 16. Januar 2009

Wochenendkuchen - Möhrenkuchen


Meistens backe ich am Mittwoch und am Samstag. Ich mag es, wenn der Duft von frischgebackenem Kuchen durch die Zimmer zieht und man immer etwas für unverhofften Besuch da hat. Meine Kuchen sind sicher nicht diättauglich, es ist nun mal die echte Butter, die volle Sahne, gute Bio-Eier und richtiger Zucker, die einem Kuchen den wahren Geschmack ohne störenden Nachgeschmack geben. Mir geht es jedenfalls so, dass ich nach dem Essen eines Kuchens, der versucht an Fett und Kalorien zu sparen, meistens noch hungrig bin oder etwas anderes essen will um schnell ein anderes Aroma zu schmecken. Vielleicht ist es vergleichbar mit der Enttäuschung, wenn man sich auf ein Steak freut aber nur ein Tofuschnitzel serviert bekommt. Der Ersatz macht nicht glücklich. Aber zum Glück kann man auch in einem sündigen Kuchen jede Menge Gemüse verstecken – hier also mein Wochenendkuchen:
Der super einfache Karottenkuchen mit Sauercremefüllung


250 g brauner Zucker
300 ml Speiseöl (Mazola)
4 große Eier
250 g Mehl
500 g fein geriebene Möhren
2 Tl Backpulver
2 Tl Natronsoda
1 Tl Zimt
Prise Salz
1 El gehackter kandierter Ingwer
ein handvoll gehackte Walnüsse

Füllung
250 g Puderzucker, 250 g Saure Sahne, 60 g Butter, Vanillezucker

Ofen auf 180 ° vorheizen. Zwei Tortenformen buttern und die Böden mit Backpapier auslegen.

Den Zucker mit dem Öl vermischen und dann ein Ei nach dem anderen hin zu fügen - sich ruhig Zeit lassen. Die Mischung muss dabei immer cremiger und schaumiger werden. Das Mehl, Backpulver, Natron, Zimt und Salz drübersieben. Danach die Möhren, die Walnüsse und den Ingwer unterheben.

Den Teig auf die zwei Formen aufteilen. Und etwa 50 Minuten backen. Danach zehn Minuten ruhen lassen, aus der Form lösen, umdrehen und abkühlen lassen.

Die Füllung vorbereiten: Zu der Sauren Sahne, der Butter und dem Vanillezucker nach und nach den Puderzucker reinmixen. Die Füllung sollte glatt und cremig sein – man kann je nach Wunsch und Geschmack die Proportionen aller Zutaten variieren.
Mit der Füllung den unteren Boden bestreichen, den anderen drauflegen und mit dem Rest den ganzen Kuchen dekorieren. Man kann auch Kokosflocken drüber streuen.

Der schönste Tag meines Lebens

Endlich ist die Erkältung weg. Sie hielt sich nun über drei Wochen. Ich hoffe, ich habe damit das Soll für dieses Jahr erfüllt. Durch diese hartnäckige Erkältung habe ich auch nicht so fasten können, wie ich es wollte, ich habe Säfte getrunken, die manchmal eher Smoothies waren und damit auch nicht wirklich Fastentrank und auch Suppen mit stückigem Gemüse. Ein richtiges Fasten war es nicht, eher eine kleine Entgiftung und Entlastung. Nun, aber!

Gestern sprach ich über das Fasten und die spirituellen Auswirkungen mit einem Pallottiner-Pater, zu dem ich einmal in der Woche zu Exerzitien gehe. Rein medizinisch gesehen wird beim richtigen Fasten über 30 % Energie frei, die sonst für alle Verdauungsprozesse benötigt wäre. Diese Energie kann dann produktiv genutzt werden, viele Fastende berichten über einen Anstieg ihrer Kreativität und eine beruhigende Gedankenklarheit. Darauf freue ich mich!
Gestern las ich Marc Twains Zitat, welches ich zu meinem Fastenmotto machen möchte:

Dienstag, 13. Januar 2009

Der innere Kritiker

Ein treuer Begleiter war mir immer mein Innerer Kritiker - wenn man den als Freund hat braucht man keine Feinde mehr! Vor kurzem habe ich ihn gefeuert. Warum nicht schon früher? Tja, man gewöhnt sich tatsächlich an alles, irgendwann glaubt man nicht mehr, dass es anders, also besser werden könnte. Ist dieser vorlaute Begleiter erst mal da, fühlt man sich elend und unnütz. Er läßt bei uns Schuldgefühle aufkommen, macht uns ein schlechtes Gewissen, verurteilt uns und läßt uns gegenüber freundlichen Menschen mißtrauisch werden. "Ich bin doch so mies und unfähig, wieso ist diese Frau nun so nett zu mir?". Es ist mehr als verständlich, dass man dann Situationen, in denen der Innere Kritiker besonders aktiv wird, in Zukunft meidet. Man zieht sich zurück, wird apathisch, ängstlich, lebt in Abwehr und nicht selten endet dieser Rückzug in einer schweren Depression.

Wo ist also der wunde Punkt des Inneren Kritikers, wie kann man ihn vergraulen? Der Innere Kritiker ist besessen von der Vergangenheit und Zukunft. Er kritisiert bereits Geschehenes und schürt Ängste gegenüber der Zukunft. Neunmalklug hört man sich dann sagen "Ach, hätte ich mich doch nur besser vorbereitet; hätte ich nur den ganzen Kuchen nicht aufgegessen, etc." oder "Du musst dich anstrengen, sonst wirst du noch arbeitslos, vom Mann verlassen, vom Meteoriten erschlagen etc.". Typische Sätze sind auch "ich habe schon immer ..." oder " daran kann ich eh nichts ändern...".
Wenn wir nun die Gegenwart in unseren Focus rücken, bekommt der innere Kritiker keine Gelegenheit zu nörgeln. Mit voller Konzentration auf das JETZT sein, JETZT tun, rauben wir der kritischen, verurteilenden Stimme den Boden - und weg ist er, der innere Kritiker. Ganz so einfach ist es leider nicht, doch es ist ein erster, wichtiger Schritt, je mehr Neugier, Mut, Mitgefühl, Vertrauen und Liebe wir in unser Leben lassen, desto schwerer wird es der innere Besserwisser haben.
Also, wenn das mit dem Rausschmiss nicht sofort klappt, so kann man diesen lästigen Begleiter doch wenigstens in das fensterlose Kellerbüro "befördern"!

Montag, 12. Januar 2009

Schoko-Nirvana

Am Freitag Nachmittag schenkte meine Nachbarin meinem Mann ein kleines Stückchen, mit Johannisbeerengelee gefüllte, Biscuitroulade zum Probieren. Hätte sie geahnt, dass dies bei ihm nur weitere Gelüste nach Süßkram auslösen würde, hätte sie es vermutlich gelassen, denn sie ist auch eine gute Freundin von mir. So musste ich mir anhören, wie lange er denn keine Biscuitroulade mehr gegessen hätte und so eine mit Schokolade wäre doch wohl jahreszeitlich angebracht. Also machte ich mich ans Werk und blätterte in meinem heiligen Buch der Konditorskunst von Gaston Lenotre und fand dort das beste, weil schokoladigste Rezept für eine Schokoladenbiscuitrolle.
Als Füllung dient eine cremig-sündige Mousse au Chocolat:

Ich gebe zu das Foto gehört nicht zu den Besten, aber ich wollte mich nicht allzu lange mit der Schokoroulade abgeben, um nicht selbst noch in Versuchung geführt zu werden. Aber es roch fantastisch.....
Hier das Rezept in meiner Abwandlung:

Mousse au chocolat - als Füllung für die Biscuitrolle, aber auch als Solo-Dessert ist es pur und unverfälscht!
125 g feine Halbbitter-Schokolade (ich nehme Sarotti oder Lindt)
75 g Butter
2 Eigelbe
1 TL Zimt
3 Eiweiß
20 g Kristallzucker

Die Schokolade langsam auf sehr niedrigem Feuer schmelzen lassen, die Butter hinzufügen und rühren bis sich auch diese aufgelöst hat und mit der Schokolade eine einheitliche Creme bildet. Zimt und die zwei Eigelbe hineinmixen.

Das Eiweiß steif schlagen und den Zucker hineinrieseln lassen und weiter schlagen, bis sich mattglänzende Spitzen mit dem Schneebesen ziehen lassen.

Nun die abgekühlte Schokoladencreme auf den Eischnee geben und zart unterheben bis sich beide Massen zu einer homogenen Mousse vereinigt haben. Als Desser nun kühl stellen, als Füllung nicht zu kühl beiseite stellen, sonst läßt sich die creme später nicht gut auf dem Biscuit verteilen!

Schokoladengénoise
4 Eier
140 g Zucker
100 g Mehl
15 g Kakaopulver
4 g Backpulver
35 g Speisestärke (= Mondamin)
Zuckersirup mit Kirschwasser
Puderzucker

Ofen auf 220° vorheizen. Ein Backblech mit Pergamentpapier auslegen. Die Eier mit dem Zucker eine halbe Stunde von der Küchenmaschine aufschlagen lassen. Ja, eine halbe Stunde! Keine Abkürzungen, bitte! Dann das Mehl, den Kakao, das Backpulver und die Speisestärke über diese lockere, helle Eimasse hineinsieben. Sehr vorsichtig unterheben. Diesen Teig gleichmäßig auf das Blech ausstreichen und 8 Minuten backen.


Sofort nach dem Backen den Biscuit auf dem Pergamentpapier vom Blech gleiten und abkühlen lassen. Nach etwa zehn Minuten mit einem sauberen Baumwolltuch abdecken und den Biskuitkuchen umdrehen. Vorsichtig das Papier ablösen, sollte es festgebacken sein, das Papier mit etwas Wasser bestreichen und nach kurzer Einwirkzeit abziehen. Den Biskuit nun mit dem Zuckersirup beträufeln und mit der Mousse au chocolat gleichmäßig bestreichen. Nun das Tuch an einer der kurzen Seiten leicht anheben und vorsichtig aber bestimmt den bestrichenen Biskuitteig einrollen. Abkühlen lassen. Vor dem Servieren mit Puderzucker bestäuben.

Willkommen im Schokoladen-Nirvana!

Freitag, 9. Januar 2009

Herzensfreude-Shake

Ein Shake voller Vitamine und Herzensfreude:
150 ml Möhrensaft
150 ml Grapefruitsaft
100 ml Ananassaft
100 ml Rote Bete Saft

Es liegt ja in der Natur des Fastens, dass es kulinarisch nicht besonders raffiniert sein soll und leider auch ist, aber mit ein paar Früchten kann man das Tagesmenü etwas ansehnlicher machen. Immer nur Tees, Gemüsebrühen und verdünnte Säfte - das schlägt dann doch aufs Gemüt. Allein die Farbe dieser frischgepressten Saftmischung macht schon Laune, da können die vielen Vitamine auch nicht schaden!

Donnerstag, 8. Januar 2009

Bye-bye Weihnachtsbaum


Der arme Weihnachtsbaum wurde heute in seine Einzelteile zerschnitten und kommt morgen auf die Deponie. Seine Zweige füllen drei große Mülltüten. Auch die restliche Weihnachtsdekoration musste nun der Januar Tristesse weichen. All die Nussknacker(6), die Weihnachtspyramiden(3), die Räuchermännchen (2), die radelnden Schneemänner( ein Paar auf dem Tandem), die Kerzenleuchter und, und, und - alles wieder in Kartons... Wie viele Tage noch bis Weihnachten? 341?
Das Abschmücken des Weihnachtsbaumes konnte ich nur einigermaßen fröhlich absolvieren, weil ich mir schon Gedanken machte, wie ich die Zimmer nächstes Mal schmücken werde, wie wir wohl feiern werden und wer dieses Jahr dabei sein wird. Ach, wird das wieder schön :-)

Mittwoch, 7. Januar 2009

Schön, Schöner, Dawanda !

Vermutlich bin ich die Letzte, die diesen wunderbaren Marktplatz entdeckt hat. Auf Dawanda bieten Kreative und Künstler aller Art ihre einzigartigen Werke an. Schade, dass ich nicht schon vor Weihnachten auf diese Seite gestolpert bin. Aber die nächste Geschenkgelegenheit kommt sicher bald - und für mich selbst habe ich auch schon paar Sachen gefunden, die ich jedoch erst nach meiner Fastenzeit in den Einkaufskorb legen werde. (Diese Hausschuhe finde ich sooo niedlich!)

Dafür habe ich selbst schnell einen Shop bei Dawanda eröffnet. Ende letzten Jahres habe ich angefangen meine alten Modeschmuckketten, die ich bei allen möglichen Flohmärkten über die Jahre gesammelt habe, aufzubröseln und zu neuen Armbändern wieder zusammen zu fügen. Schon da wollte ich einen Teil verkaufen, doch irgendwie auch für mich behalten ;-)
Mittlerweile habe ich einen riesige Sammlung Armbänder und immer noch nur zwei Arme! Hier eine kleine Vorschau, was in den nächsten Tagen in den Verkauf bei Dawanda geht:

Dienstag, 6. Januar 2009

Fastenbeginn mit den Heiligen Drei Königen!


Die Heiligen Drei Könige haben nun auch unsere Krippe erreicht! Das Gold haben sie nun in der Ecke der Krippe deponiert und mit dem Weihrauch und der Myrrhe wird heute die Wohnung beräuchert. Eigentlich wäre heute auch ein guter Anlass für einen Dreikönigskuchen, wie es die Franzosen zum Beispiel machen. Aber heute passe ich, es gibt noch zu viele Reste zu Essen und ich kann beim "Abarbeiten" der Festtagskuchen nicht behilflich sein, denn heute ist mein erster Fastentag von 40.

Eine kleine, doch hartnäckige Erkältung hat mich in den letzten Tagen etwas aufgehalten. Es war aber ganz praktisch um die Entlastungstage ohne größere Verzichtsgefühle durchzustehen. Heute ist dann der erste Fastentag. Ich faste nach dem Buchinger-Fastenplan, denn dieser hat die meisten dokumentierten Erfahrungsberichte und, zumindest für mich, eine solide wissenschaftliche Basis.

Warum ich faste? Ganz oberflächlich natürlich um einige Weihnachtspfunde los zu werden - wobei Weihnachten bei mir schon vor drei Monaten begann ;-) . Letztes Jahr habe ich krankheitsbedingt viele Medikamente schlucken müssen, daher will ich mich durchs Fasten auch entgiften. Aber vor allem ist es dieses Mal für mich eine spirituelle Reise. Eine Reise zum Sinn meines Lebens, eine Reise bei der ich seelischen Ballast loswerden kann und eine Reise zu Gott. So gesehen mache ich mich nun auch auf einen Weg, den die drei Könige heute zu Ende gewandert sind - und weil das Ziel dieser 40-tägigen Reise so wunderbar ist, freue ich mich nun auf jeden Tag des Weges!

Samstag, 3. Januar 2009

Persischer Garten

Erst heute hören bei mir die Festtage auf, denn gestern hat mein Mann Geburtstag gehabt! Das ist für mich dann jedes Jahr der Höhepunkt und gleichzeitig Abschluss der Feiertage. Übrigens: Ich schreibe "mein Mann", obwohl wir (noch) nicht verheiratet sind - es ist einfach nach 15 Jahren Beziehung angemessener und einfacher zu schreiben als "mein Freund", "mein Verlobter" oder gar "mein Lebensabschnittsgefährte".

So habe ich dann nach einer schlaflosen Erkältungsnacht die Torte "Persischer Garten" für meinen Mann ausgedacht. Eigentlich wollte ich es "Prince of Persia" nennen, aber der Jubilar winkte bescheiden ab.

"Persischer Garten"- Torte

Die Schichten:
Rosenbiscuit (Genoise)
Rosenbuttercreme
Rosen-Granatapfelgelee
Pistazienbiscuit (Genoise)
bestrichen mit Bitterorangenmarmelade und mit Marzipandecke belegt

Einer meiner Vorsätze fürs neue Jahr ist es meine Back- und Kochexperimente festzuhalten und mit Rezept aufzuschreiben um am Jahresende so eine Art privates Kochbuch zu haben. Dank dieser praktischen Fotoalben wie bei myphotobbok.de ist dann das Drucken eines solchen Büchleins für den Hausgebrauch (und als Geschenk) dann nicht so schwierig.

Aber ab morgen fange ich mit meinem 40 Tage Fasten an. Heute ist mein Entlastungstag - es bleibt mir also vorerst nur die Erinnerung an wunderbare Feiertage!

Donnerstag, 1. Januar 2009

Frohes Neues Jahr!


Ich liebe Kuchen - noch mehr liebe ich Anläße zu denen man einen Kuchen backen kann. Das Neujahr wollte ich diesmal mit einem fluffigen Kuchen begrüßen. So entstand mein Neuschnee-Kuchen - Reis-Safran-Birnen-Kuchen mit Baiserhaube. Obst und Reis sind ja auch perfekt für schlanke Neujahrsvorsätze...
Man kann diesen Kuchen von A-Z selbst machen oder aber in abgekürzter Form mit Fertigprodukten "montieren" - perfekt für Backmuffel.
Also hier die Mogelversion des Neuschnee-Kuchens;
Die Zutaten:
  • ein guter, heller Fertigbiscuit-Boden
  • eine große Dose Birnen
  • etwas Birnenlikör (ein anderer Likör schmeckt auch, wie z.B. Cointreau)
  • etwa 750 ml fertiger Milchreis (am Besten den von Müller, der ist etwas fester als der im 1 Liter Tetrapack)
  • ein kleines Päckchen gemahlener Safran
  • 100 ml Schlagsahne
  • 2 EL Puderzucker
  • 4 Eiweiß
  • 200 Gramm Zucker
  • Prise Salz
Den Fertigbiscuitboden auf ein Backblech legen. Die Birnen abtropfen lassen, etwas von dem Saft auffangen. Mit dem Saft und dem Birnenlikör den Tortenboden beträufeln.
Die Sahne mit dem Safran und dem Zucker steif schlagen und unter den Milchreis unterheben. Etwa 1/4 des Milchreises dünn auf den Biscuit streichen. Darauf die Birnenstücke, in Vierteln, arrangieren - nicht zu eng, aber auch keine zu großen Freiräume zwischen den Birnenstückchen lassen, schließlich soll auf jedem Tortenstück später genügend Obst drauf sein. Den restlichen Milchreis auf die Birnen streichen. Je nach Größe des Tortenbodens kann etwas Birne und/oder Milchries übrigbleiben.
Kuchen mit Klarsichtfolie locker zudecken und am besten tiefkühlen, oder bei Minusgraden auf die Terrasse stellen.

 
Jetzt kommt der einzige Backteil bei der Mogelversion. Backofen in der Grillfunktion auf etwa 240 Grad vorheizen. Die Eiweiße mit der Prise Salz steifschlagen und nach und nach den Zucker beim Schlagen einrieseln lassen. Diese Baisermasse sollte matt glänzend sein und sanfte Spitzen beim Herausziehen der Schneebesen bilden. Den leicht angefrorenen Kuchen mit der Baisermasse kuppelförmig bestreichen und ab mit dem Kunstwerk in den Ofen. Jetzt sollte man den Kuchen nicht mehr aus den Augen lassen. Es dauert etwa sechs Minuten bis die Baiserhaube an der Oberfläche leicht antrocknet und sich an den Spitzen leicht bräunt. Je nach Backofen dauert es kürzer oder länger, auf jeden Fall muss man vorsichtig sein damit das Eiweiß nicht schwarz wird.

 
Dann raus aus dem Ofen, kurz abkühlen lassen und auf einem hübschen Teller anrichten. Etwas Puderzucker drübersieben, ein paar zerbröckelte Fertigbaisers daneben legen - voilá! Man kann für einen besonderen Effekt auch ein paar Wunderkerzen reinstecken und beim Servieren anzünden.

 
Für die Genießer-Version (auf dem Foto) ist dann alles selbst gemacht. Das dauert etwas länger aber schmeckt auch noch ein kleines bisschen besser.